Hausbesitzer·Ratgeber
Innenraum eines mitteleuropäischen Einfamilienhauses, in einer hellen Wand eingebaute weiße Innentür mit Umfassungs-Zarge, sichtbare Stilfuge zwischen Wand-Putz und Zargen-Bekleidung, daneben am Boden ein Eichen-Mehrschicht-Parkett bis an die Türschwelle reichend, ruhige Architektur am Vormittag bei diffusem Tageslicht, keine Personen, keine Werkzeuge, neutrale Farbtemperatur.

Innenausbau

Innen-Türen 2026: Materialien, Schallschutz, Brandschutz und Zargen

Innen-Türen entscheiden über Schallschutz, Brandschutz und das tägliche Wohngefühl. Welche Türblatt-Materialien sich bewähren, welche Schallschutz-Klassen die DIN 4109 verlangt und wann eine Brandschutz-Tür zur Pflicht wird: Wir zeigen die Konstruktions-Logik, die Zargen-Systeme und die typischen Kosten 2026, damit die Tür in 30 Jahren noch leise schließt.

Von Johanna Osterkamp 13 min Lesezeit

TL;DR

Innen-Türen 2026 im Überblick: Türblätter aus Röhrenspan (Standard, 250 bis 450 Euro), Vollspan (Schallschutz und Schwer-Last, 400 bis 900 Euro), Massivholz (1.000 bis 2.500 Euro Furnier oder Massiv) oder Glas (600 bis 1.500 Euro). DIN 4109 setzt Schallschutz-Klassen 1 bis 3 mit 27, 32, 37 dB, Hochschallschutz 42 dB als Sonder-Konstruktion. T30-Tür Pflicht zwischen Garage und Wohnen, T60 und T90 nur in Sonder-Bauten. Zargen Block, Umfassung oder Eck, Umfassungs-Zarge ist Standard 2026. Schwellenlos im Wohnbereich, Bad und Schallschutz-Räume profitieren von Aufsatz-Schwelle. Tausch-Sanierung kostet 350 bis 1.500 Euro pro Tür inklusive Einbau.

Türblatt-Materialien

Röhrenspan (Hohlraum-Tür)

  • Aufbau: Wabenkern aus Pappe oder Holz-Stege, beidseitig mit HDF beplankt und mit CPL-, Folie- oder Furnier-Oberfläche.
  • Gewicht: 12 bis 20 kg pro Tür.
  • Schallschutz: Rw 25 bis 27 dB, Klasse 1.
  • Kosten: 250 bis 450 Euro Türblatt, weiß oder Holz-Optik.
  • Eignung: Wohn-, Schlaf-, Kinder-Zimmer, Standard-Räume innerhalb der Wohnung. Nicht im Bad-Bereich mit hoher Feuchte.

Vollspan

  • Aufbau: homogener Spanplatten-Kern, deutlich höhere Rohdichte als Röhrenspan.
  • Gewicht: 25 bis 40 kg pro Tür.
  • Schallschutz: Rw 32 bis 37 dB, Klasse 2 oder 3 mit Schwellen-Dichtung und Falz.
  • Kosten: 400 bis 900 Euro Türblatt.
  • Eignung: Schlafzimmer mit Schallschutz-Wunsch, Bad-Tür, Hauswirtschafts-Raum, Brandschutz-T30 bei entsprechender Konstruktion.

Massivholz

  • Aufbau: Voll-Holz-Rahmen mit Massiv-Holz-Füllungen oder Furnier-Schicht-Holz, klassische Stiltür-Optik.
  • Gewicht: 30 bis 50 kg pro Tür.
  • Schallschutz: Rw 30 bis 38 dB, je nach Aufbau und Falz.
  • Kosten: 800 bis 1.800 Euro Türblatt, Premium-Modelle bis 3.000 Euro.
  • Eignung: Stilvoll-orientierte Wohn-Räume, Sanierung im Altbau, Wohnungs-Eingangs-Tür innen.

Glas-Tür

  • Aufbau: ESG-Sicherheits-Glas (8 oder 10 mm), gehärtet, ggf. satiniert oder bedruckt, mit Klemm-Beschlag oder Studio-Beschlag.
  • Gewicht: 18 bis 30 kg pro Tür.
  • Schallschutz: Rw 27 bis 32 dB, mit VSG-Verbund-Glas bis 35 dB.
  • Kosten: 600 bis 1.500 Euro Türblatt mit Beschlag.
  • Eignung: Räume mit Tageslicht-Bedarf in den Flur, Trennung Wohn- und Ess-Zimmer, repräsentative Räume. Nicht für hohe Schallschutz-Anforderungen.

Schallschutz-Stack: drei Klassen plus Brandschutz im Vergleich

Schallschutz-Werte sind bewertete Schalldämm-Maße Rw nach DIN 4109, gemessen an der eingebauten Tür inklusive Zarge und Boden-Anschluss. 10 dB Differenz entsprechen einer Halbierung des gefühlten Schalls.

Schallschutz und Brandschutz Innen-Türen 2026 im Vergleich: Standard-Tür Klasse 1 Röhrenspan bei Rw 27 dB für Standard-Wohn-Räume, Schallschutz-Tür Klasse 2 Vollspan bei Rw 32 dB für Schlafzimmer und Bad, Schallschutz-Tür Klasse 3 Vollspan mit Schwellen-Dichtung bei Rw 37 dB für Wohnungs-Eingangs-Tür, Hochschallschutz-Tür Sonder-Konstruktion bei Rw 42 dB für Heimkino und Praxis, Brandschutz-Tür T30-RS bei Rw 32 dB für Garagen-Anschluss und Heizraum. Schallschutz Innen-Türen, Rw in dB nach DIN 4109 (eingebaut) 0 15 30 45 60 Standard, Klasse 1 Röhrenspan, Hohlraum, ohne Boden-Dichtung 27 dB Schallschutz, Klasse 2 Vollspan, Falz-Dichtung umlaufend 32 dB Schallschutz, Klasse 3 Vollspan plus Aufsatz-Schwelle, Schwellen-Dichtung 37 dB Hochschallschutz Sonder-Konstruktion, Doppel-Falz, Schwer-Last-Bänder 42 dB Brandschutz T30-RS Garagen-Anschluss, Heizraum, Rauch-Dicht 32 dB Brandschutz T90 Sonder-Bauten, sehr selten im EFH 37 dB Wohnungs-Eingang im MFH Pflicht Klasse 3 nach DIN 4109, sonst Lärm-Klage-Risiko 37 dB Pflicht Werte gelten im eingebauten Zustand inklusive Zarge und Boden-Anschluss. Im Labor 2 bis 3 dB höher.
Schaubild: Schallschutz und Brandschutz Innen-Türen 2026 im Vergleich, mit Pflicht-Bereichen und typischen Anwendungen pro Klasse.

Zargen-Systeme

Zarge Aufbau Wand-Stärke Eignung Kosten EUR
Block-Zarge Massiver Vollholz-Rahmen, einseitig in die Öffnung gesetzt Sehr alte Wände, 60 bis 240 mm Sanierung Altbau, Denkmal 180 - 350
Umfassungs-Zarge U-förmige Zarge, umfasst Wand beidseitig mit Bekleidung 65 bis 250 mm, Standard 2026 Neubau, Sanierung mit Trockenbau- und Massivwand 120 - 280
Eck-Zarge Einseitig sichtbar, Wand-Anschluss bündig Beliebig, oft in Trockenbau-Schächten Schiebe-Tür-Kassetten, Lager-Räume 100 - 220
Stahl-Zarge Stahl-Profil, durchlaufend von Sturz zu Sturz Massiv-Wand 11,5 bis 36,5 cm Brandschutz-Türen, Keller, Heizraum 140 - 320
Schiebe-Tür-Kassette In die Wand integrierte Tasche, Tür schiebt seitlich ein 100 bis 125 mm Wand Bad mit kleinem Grundriss, barrierefreie Räume 500 - 1.200

Stand Mai 2026, Zargen-Material plus Bekleidung, ohne Türblatt, ohne Beschlag, ohne Einbau. Einbau-Kosten je Zarge 120 bis 250 Euro, Schiebe-Tür-Kassette 350 bis 600 Euro plus Trockenbau-Anpassung.

Beschläge und Bänder

Bänder (Anschlag-Seite)

  • 2-Band-Aufhängung: Standard für Türblätter bis 25 kg.
  • 3-Band-Aufhängung: für Türblätter ab 25 kg, Schallschutz- und Brandschutz-Türen, Massivholz.
  • Studio-Bänder: verdeckt liegende Bänder, höherer Material-Aufwand, optisch ruhig, 80 bis 250 Euro pro Tür Aufpreis.

Drücker und Schloss

  • WC-Schloss: einfacher Schließ-Mechanismus mit Anzeige Frei oder Besetzt, für Bad und WC.
  • Bunt-Bart-Schloss: klassisches Innen-Schloss mit Schlüssel, geringe Sicherheit, sinnvoll für Büro und Schlafzimmer im EFH.
  • Profil-Zylinder: Pflicht bei Wohnungs-Eingangs-Tür im MFH, sinnvoll bei Haus-Anschluss-Räumen und Hauswirtschafts-Räumen.
  • Drücker-Garnitur: 30 bis 200 Euro je Set, Sicherheits-Garnitur ab 80 Euro.

DIN-Richtung: Links oder Rechts

Die DIN-Richtung bestimmt sich aus Blick-Richtung des Eintretenden:

  • DIN-Rechts (DIN-R): Bänder rechts, Tür schwingt nach rechts auf, Drücker links.
  • DIN-Links (DIN-L): Bänder links, Tür schwingt nach links auf, Drücker rechts.

Türblatt und Zarge müssen in der gleichen DIN-Richtung bestellt werden, weil das Schloss-Loch und die Bänder seiten-spezifisch vorbereitet sind. Im Grundriss markiert ein Viertel-Kreis vom Drücker zur offenen Position die Schwenk-Richtung.

Schwellen oder schwellenlos

Die DIN 18040-2 (barrierefrei) erlaubt nur Schwellen bis maximal 2 cm, im R-Niveau auch das nicht. Im normalen Wohnbau hat sich die schwellenlose Tür durchgesetzt:

Variante Schallschutz Barrierefreiheit Wasser-Schutz Anwendung
Schwellenlos, ohne Boden-Dichtung Klasse 1, Rw 27 dB Voll erfüllt Niedrig Wohn-Räume innerhalb einer Wohnung
Schwellenlos mit Boden-Bürste Klasse 1, Rw 27 dB Voll erfüllt Mittel Wohn-Räume mit Zugluft-Risiko
Aufsatz-Schwelle absenkbar Klasse 2 bis 3, Rw 32 bis 37 dB Voll erfüllt (Schwelle senkt beim Schließen) Mittel Schlafzimmer, Bad mit Schallschutz
Feste Schwelle 1,5 bis 2 cm Klasse 3, Rw 37 dB Standard erfüllt, R-Niveau nicht Hoch Bad-Tür im Bestand, Garagen-Anschluss
Hohe Schwelle, Doppel-Falz Hochschallschutz, Rw 42 dB Nicht barrierefrei Hoch Heimkino, Arzt-Praxis

Sanierungs-Tausch: Innen-Türen im Bestand

Innen-Türen werden meist nach dem Bodenbelag und vor den Maler- Arbeiten getauscht, weil sich die fertige Boden-Höhe und die Wand-Putz-Stärke an der Zarge zeigen. Drei typische Sanierungs-Wege:

  • Tür plus Zarge tauschen: Standard-Lösung. Bestand-Zarge wird heraus genommen, neue Umfassungs-Zarge eingesetzt, neues Türblatt eingehängt. 350 bis 800 Euro pro Tür inklusive Material und Einbau.
  • Renovierungs-Zarge: wenn die Bestand-Zarge intakt bleibt, kann sie mit einer Aufsatz-Verkleidung neu beschlagen werden, sehr günstig (180 bis 350 Euro), Optik aber kompromiss-behaftet.
  • Nur Türblatt tauschen: selten möglich, weil Tür-Größen und Zargen-Falze selten passgenau übereinstimmen. Funktioniert in Neubauten der gleichen Hersteller-Linie.

Reihenfolge im Bauablauf: Zargen werden mit dem Trockenbau oder vor dem Wand-Putz gesetzt. Türblatt-Einhängung erfolgt erst nach Bodenbelag und Maler-Arbeit, damit der Drücker auf der fertigen Höhe sitzt.

Typische Kosten 2026 im Überblick

Variante Türblatt EUR Zarge EUR Beschlag EUR Einbau EUR Gesamt EUR
CPL Standard 180 - 350 120 - 200 30 - 80 120 - 200 450 - 830
Schallschutz Klasse 2 400 - 700 140 - 240 60 - 120 140 - 220 740 - 1.280
Schallschutz Klasse 3 700 - 1.200 180 - 280 80 - 180 160 - 240 1.120 - 1.900
Massivholz Furnier 800 - 1.500 180 - 320 60 - 200 140 - 240 1.180 - 2.260
Brandschutz T30-RS 500 - 900 200 - 320 (Stahl) 80 - 160 160 - 260 940 - 1.640
Glas-Tür ESG 500 - 1.200 140 - 240 120 - 350 (Klemm-Beschlag) 140 - 240 900 - 2.030
Schiebe-Tür mit Kassette 400 - 1.100 500 - 1.200 (Kassette) 100 - 250 250 - 450 1.250 - 3.000

Stand Mai 2026, Median-Spannen aus Großhandels-Listen und Fach-Online-Shops. Tausch im Bestand mit Demontage der Bestand-Tür plus 80 bis 150 Euro pro Tür. Brandschutz-Türen mit Bestätigung der Konstruktion durch Fach-Betrieb erforderlich.

Häufige Stolperfallen

  • DIN-Richtung falsch bestellt: Tür-Blatt und Zarge in unterschiedlicher DIN-Richtung lassen sich nicht verschrauben, Rück-Tausch verzögert die Baustelle um 2 bis 4 Wochen.
  • Bodenbelag-Höhe vergessen: Zarge wird vor dem Bodenbelag eingebaut, ohne Höhen-Reserve schleift die Tür auf dem Parkett.
  • Schallschutz nur am Türblatt geplant: ohne Boden-Dichtung und falzdichten Anschlag fehlen 4 bis 6 dB. Klasse 3 wird nur erreicht, wenn Türblatt, Zarge und Boden-Anschluss zusammen ausgelegt sind.
  • Brandschutz-Tür ohne Stahl-Zarge: T30 ist nur gültig, wenn die Zarge zum Türblatt gehört und vom gleichen Hersteller geprüft wurde, Mischen ist nicht zulässig.
  • Glas-Tür ohne ESG-Sicherheits-Glas: beim Bruch zerspringt normales Glas in scharfe Splitter, Pflicht ist ESG nach DIN EN 12150.
  • Schiebe-Tür-Kassette nachträglich einbauen: Wand muss tragend ausgespart werden, in Massiv-Wand selten möglich, in Trockenbau-Wand technisch lösbar mit Vorlauf von 4 bis 6 Wochen.
  • Tür im Bad nach innen öffnend: blockiert die Bewegungs-Fläche und ist nach DIN 18040-2 nicht zulässig, Schiebe-Tür oder nach außen öffnend planen.

Wie geht es weiter?

Häufige Fragen

Was kostet eine Innen-Tür 2026 inklusive Einbau?

Eine weiße CPL-Standard-Tür mit Umfassungs-Zarge und einfacher Drücker-Garnitur liegt 2026 bei 350 bis 600 Euro inklusive Einbau. Eine Schallschutz-Tür der Klasse 2 (37 dB) kostet 600 bis 900 Euro, eine Schallschutz-Tür Klasse 3 (42 dB) 900 bis 1.500 Euro. Eine Massivholz-Tür mit Furnier-Optik liegt bei 800 bis 1.800 Euro, eine Brandschutz-Tür T30 bei 700 bis 1.200 Euro. Glas-Türen mit ESG-Sicherheits-Glas und Klemm-Beschlägen kosten 600 bis 1.500 Euro.

Welche Schallschutz-Klassen unterscheidet die DIN 4109?

Die DIN 4109 kennt für Innen-Türen drei Schallschutz-Klassen: Klasse 1 mit Rw 27 dB als Standard für Wohnräume innerhalb einer Wohnung, Klasse 2 mit Rw 32 dB für höhere Anforderungen wie Schlafzimmer-Türen oder Bad-Türen, Klasse 3 mit Rw 37 dB für Wohnungs-Eingangs-Türen und sehr ruhige Räume. Hochschallschutz-Türen mit Rw 42 dB sind nicht durch DIN 4109 abgedeckt, sondern als Sonder-Konstruktionen erhältlich. Die Werte gelten für die Tür im eingebauten Zustand inklusive Zarge und Boden-Anschluss, im Labor liegen sie 2 bis 3 dB höher.

Wann ist eine Brandschutz-Tür T30, T60 oder T90 vorgeschrieben?

Im Einfamilienhaus ist eine T30-RS-Tür (Rauch-dicht) Pflicht zwischen Garage und Wohnbereich, oft auch zwischen Heizraum und Wohnbereich, sofern die Heizungs-Leistung mehr als 50 kW beträgt oder ein Pellet-Lager direkt angrenzt. T60 und T90 sind im EFH selten gefordert, eher in Mehrfamilienhäusern (T30 Wohnungs-Eingangs-Tür im Treppenraum) oder bei Sonder-Bauten (Heimatmuseum, Werkstatt mit Brennstoff-Lager). Die jeweilige Landes-Bauordnung und das Brandschutz-Konzept legen die Anforderung fest. T30 ist die häufigste Klasse, T90 die strengste in Wohngebäuden.

Welche Zargen-Systeme gibt es und wofür eignen sie sich?

Drei Zargen-Systeme dominieren den Markt: Block-Zarge (massiver Vollholz-Rahmen direkt in der Wand-Öffnung, klassisch in der Sanierung mit dünnen Wänden), Umfassungs-Zarge (U-förmige Zarge, die die Wand beidseitig umfasst, häufigste Bau-Form 2026, einfache Montage in Trockenbau und Massiv-Wand) und Eck-Zarge (nur einseitig sichtbar, für Wand-Anschlüsse und Schiebe-Türen-Kassetten). Die Umfassungs-Zarge ist Standard bei Wand-Stärken zwischen 65 und 250 mm, die Block-Zarge bleibt bei sehr alten Wänden und in der Denkmal-Sanierung relevant.

DIN-Links oder DIN-Rechts: was bedeuten die Bezeichnungen?

Die DIN-Bezeichnung beschreibt die Anschlag-Seite der Tür aus Blick-Richtung des Eintretenden. Bei DIN-Rechts liegen die Bänder beim Eintritt rechts und die Tür öffnet nach rechts auf, bei DIN-Links umgekehrt. Wichtig beim Bestellen: Türblatt und Zarge müssen in der gleichen DIN-Richtung bestellt werden, sonst passt der Drücker nicht. Bei der Planung im Grundriss markiert man die Anschlag-Seite mit einem Viertel-Kreis, der die Schwenk-Richtung des Tür-Blatts zeigt.

Brauche ich eine Schwelle oder ist schwellenlos besser?

Schwellenlose Türen sind 2026 Standard, weil sie barrierearm sind und die Bodenbelag-Wechsel zwischen Räumen optisch ruhiger wirken. Eine Schwelle bleibt sinnvoll bei Bad-Türen mit hohem Wasser-Risiko, bei Türen zu unbeheizten Räumen (Garage, Keller) und bei Schallschutz-Türen Klasse 3 oder höher, weil die letzten 5 dB Schallschutz oft über die Boden-Dichtung erreicht werden. Bei DIN 18040-2 (barrierefrei) sind Schwellen über 2 cm nicht erlaubt, Aufsatz-Schwellen mit absenkbarer Boden-Dichtung sind eine technische Lösung für höhere Schallschutz-Anforderungen.