Förderung 2026
BEG-Einzelmaßnahmen, KfW-Effizienzhaus-Sanierung 261 und 262, iSFP-Bonus von 5 Prozent und steuerliche Förderung nach Paragraf 35c EStG. Welcher Weg sich für welche Maßnahme rechnet.

Eine energetische Sanierung senkt Heizkosten, verbessert den Wohnkomfort und steigert den Wert des Hauses. Sie ist aber keine Magie: die Reihenfolge der Maßnahmen, die Wahl der Förderung und die Qualität der Ausführung entscheiden über Erfolg oder teures Stückwerk. Wir zeigen, was 2026 wirklich gefördert wird, welche Dämmung sich rechnet und woran ein Fenster-Tausch erkennbar gut umgesetzt ist.
BEG-Einzelmaßnahmen, KfW-Effizienzhaus-Sanierung 261 und 262, iSFP-Bonus von 5 Prozent und steuerliche Förderung nach Paragraf 35c EStG. Welcher Weg sich für welche Maßnahme rechnet.
Fassade, Dach, Kellerdecke und oberste Geschossdecke. GEG-Mindestwerte 2026, typische Kosten pro Quadratmeter, Amortisation und ehrliche Reihenfolge der Maßnahmen.
Verglasung 2-fach gegen 3-fach, Rahmen-Materialien Kunststoff, Holz, Holz-Alu, GEG-Anforderung Uw, Einbauqualität nach RAL und Förderung über die BEG-Einzelmaßnahmen.
Aufsparren-Dämmung gegen Zwischensparren gegen oberste Geschossdecke. GEG-Mindest-U-Werte 2026, Folie und Hinterlüftung, typische Kosten EUR/m² und welche Variante zu welchem Vorhaben passt.
GEG-65-Prozent-EE-Pflicht, kommunale Wärmeplanung bis 2028, Wärmepumpe als Standardweg, Pellet bei schwierigen Hüllen, Hybrid und H2-ready-Pflicht ab 2029. Plus BEG-Förderung bis 70 Prozent.
Energieberatung mit Plan und Zeitachse, von dena-gelisteten Energieeffizienz-Experten. iSFP-Bonus 5 Prozent auf BEG-EM, BAFA-Förderung der Beratung selbst, ehrliche Empfehlung wann er sich lohnt.
Eine Sanierung senkt erst den Wärmebedarf, dann verschiebt Photovoltaik plus Wärmepumpe das verbleibende Energie-Profil auf Eigenstrom. Reihenfolge entscheidet über Wirtschaftlichkeit.
Die fachlich saubere Reihenfolge: erst Hülle, dann Anlagentechnik. Konkret: oberste Geschossdecke und Kellerdecke (kleines Geld, große Wirkung), dann Dach- oder Fassadendämmung, dann Fenster passend zum neuen U-Wert der Wand, zuletzt die Heizung. Wer die Heizung zuerst tauscht, dimensioniert sie häufig zu groß und verschenkt JAZ-Punkte. Detail im Dämmung-Ratgeber und im Wärmepumpe-im-Altbau-Leitfaden.
Drei parallele Wege: BEG-Einzelmaßnahmen (BAFA bei Hülle, KfW bei Heizung) mit Grundförderung 15 bis 20 Prozent plus 5 Prozent iSFP-Bonus. KfW-Effizienzhaus-Sanierung über die Programme 261 und 262 mit Tilgungszuschuss bis 45 Prozent. Steuerermäßigung nach Paragraf 35c EStG bis 40.000 Euro über drei Jahre, allerdings nicht kombinierbar mit BEG. Detail im Förderungs-Ratgeber.
Ja, in fast allen Fällen. BEG-Einzelmaßnahmen an der Hülle setzen einen Energieeffizienz-Experten aus der Liste der dena (deutsche Energie-Agentur) voraus. Bei Heizungs-Maßnahmen reicht ein qualifizierter Fachbetrieb mit Fachunternehmer-Erklärung. Der iSFP-Bonus von 5 Prozent setzt einen vollständigen individuellen Sanierungsfahrplan voraus.
Bei einem Einfamilienhaus aus den 1960er bis 1980er Jahren mit 130 bis 160 Quadratmetern Wohnfläche liegt eine energetische Komplett-Sanierung auf KfW-55-Niveau zwischen 130.000 und 220.000 Euro vor Förderung, je nach Substanz und Ausstattung. Die Spannweite ist hoch, weil Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Lüftung und teilweise Statik in einem Zug umgebaut werden.
Bei Einzelmaßnahmen meist ja, wenn sie ohnehin anstehen (Dach undicht, Fenster reparaturbedürftig, alte Heizung). Eine Komplett-Sanierung amortisiert sich rein über Energie-Einsparung selten in unter 25 Jahren, wirtschaftlicher Treiber sind Wertsteigerung der Immobilie, Komfort-Gewinn und der schrittweise Wegfall fossiler Heizkosten. Förderung verbessert die Rechnung deutlich.
Einzelmaßnahmen sind in sich abgeschlossene Schritte (zum Beispiel Fassadendämmung, Fenstertausch, Heizungstausch), die je separat über die BEG gefördert werden. Effizienzhaus-Sanierung bündelt mehrere Maßnahmen und führt das Gebäude auf einen definierten Energieeffizienz-Standard (EH 85, 70, 55, 40), gefördert über KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in den Programmen 261 und 262. Höhere Förderquote, höhere Komplexität.
Aufsparren-Dämmung ist die wärmebrücken-freie Variante mit U-Werten 0,14 bis 0,18 W/m²K, lohnt sich aber nur, wenn die Eindeckung ohnehin getauscht wird (Mehrkosten 60 bis 90 EUR/m² gegenüber reiner Neueindeckung). Zwischensparren plus Untersparren ist die wirtschaftliche Variante von innen mit U-Werten 0,18 bis 0,22 W/m²K, deutlich günstiger (80 bis 140 EUR/m²), aber mit Holz-Wärmebrücken durch die Sparren. Detail im Dach-Ratgeber.
Nein. Bestehende Heizungen dürfen weiter laufen, eine 65-Prozent-EE-Pflicht greift im Bestand erst mit der kommunalen Wärmeplanung (Großstädte bis 30.06.2026, kleinere Kommunen bis 30.06.2028). Bei Defekt oder Alter über 30 Jahre besteht Tausch-Pflicht nach Paragraf 72 GEG. Detail im Heizung-im-Bestand-Ratgeber.
Lohnt sich bei mehreren geplanten Maßnahmen über die nächsten fünf Jahre, bei Mehrfamilienhäusern und bei Komplettsanierungen. Lohnt sich nicht bei einer einzelnen einfachen Einzel-Maßnahme (zum Beispiel allein Heizungstausch oder allein Kellerdecke), weil der Eigenanteil von 600 bis 1.050 EUR den 5-Prozent-Bonus auf eine Einzel-Maßnahme nicht überkompensiert. Detail im iSFP-Ratgeber.